Aus der Redaktion
Was ist was
Saunaclub: Saunaclub meint im Grunde nichts anderes als Wellness mit „Happy End“. In diesen Clubs wird der Fokus nicht nur auf den Service der Damen gelegt, sondern es geht ebenso um Wellness, Saunieren, Relaxen und alles was sonst noch so zum Wohlfühl-Paket dazu gehört. Die meisten Saunaclubs verfügen daher über entsprechende Saunabereiche, Whirlpools, Ruheräume, Erotik-Kinos und Massagen. Meistens ist all das im Eintrittspreis mit inbegriffen und die Damen bezahlt man extra. Während man sich in den entsprechenden Wellness-Arealen aufhält, kann man sich entspannt eine Dame seiner Wahl aussuchen und mit ihr über Vorlieben, Preise etc. verhandeln, um dann mit ihr auf einem Zimmer zu verschwinden. Da zu dem Komplett-Paket auch entsprechende Unterhaltung nicht fehlen darf, bieten die meisten Clubs Mottotage und regelmäßige Events an. Auch sind in den Saunaclubs die Frauen unabhängig und nicht Angestellte des Betreibers, daher gibt es oft auch keine einheitlichen Preise, es sei denn, die Frauen machen das untereinander aus.
Eine Liste der größten Saunaclubs in Deutschland findest du hier.
FKK-Club: FKK steht für Freikörperkultur und ist auch bekannt unter Nudismus. Menschen, die diesen Kult ausleben, finden sich in gemeinschaftlicher Nacktheit zusammen und leben so ihre Vorliebe aus. Nicht zwingend muss dies mit Sexualität verbunden sein, denn so gibt es auch Camps oder dergleichen, in denen sich Leute nackt aufhalten, ohne dass der körperliche Kontakt im Vordergrund stehen muss. In FKK-Clubs hingegen ist Sexualität durchaus ein Thema, zumal hier auch weibliche Gäste anwesend sind, die ihre sexuellen Dienste gegen Geld anbieten. Die Grenze zwischen FKK-Clubs und Saunaclubs ist sehr schmal, da oft auch FKK-Clubs einen Wellness-Bereich mit Sauna beinhalten, aber nicht zwingend der Fall sein muss.
Eine Liste aller FKK-Clubs findest du hier unter dem Buchstaben F.
Wo findet man sie, die schönsten FKK-Girls? Natürlich insbesondere in den vielen FKK- und Saunaclubs innerhalb und außerhalb Deutschlands. FKK-Girls zu finden ist vielen Männern besonders wichtig, weil sie nackte Tatsachen sehen wollen, weil sie die Mädel so nackt erleben wollen, wie Gott sie erschaffen hat, weil sie die Katze nicht im Sack kaufen wollen. Deshalb schwören viele Männer auf echte FKK-Clubs, in denen die Frauen splitterfasernackt umherlaufen. Auf www.freierverkehr.com sind die echten FKK-Clubs entsprechend gekennzeichnet, indem dem betreffenden Clubnamen ein FKK vorangestellt ist, wie z.B. beim FKK Artemis Berlin.
Was ist der Unterschied zwischen FKK-Club und Saunaclub?
Die Unterscheidung ist informeller Natur, natürlich gibt es keine Vorschrift oder DIN-Norm, die das verbindlich regelt. FKK-Clubs sind für gewöhnlich Saunaclubs, in denen die Frauen grundsätzlich nackt sind. FKK-Clubs können jedoch auch andersgeartete Etablissements sein, etwa Day- & Nightclubs, Partytreffs, ehemalige Pauschalclubs, Swingerclubs.
In FKK-Clubs sind die Frauen immer nackt
Nicht ganz! Zunächst einmal tragen auch viele FKK-Girls schmückende Elemente und Accessoires wie sexy Strümpfe & Straps, Hüftgürtel, Ohrringe, Ketten, Armbänder, Brust- Bauchnabel- oder Intimpiercings und natürlich Schuhe. Des Weiteren haben viele FKK-Clubs regelmäßig wiederkehrende Mottotage im Programm, an denen die Frauen sich in sexy Dessous oder verführerischen Abendkleidern, modischen Bikinis, oder stylishen Uniformen präsentieren. Solche Tage werden in der Regel von den FKK-Clubs annonciert.
FKK-Club ist nicht gleich FKK-Club
In manchen FKK-Clubs wird man schon an der Eingangspforte von nackten Girls empfangen; in anderen FKK-Clubs hingegen sieht man lediglich barbusige FKK-Girls umherlaufen, die ihren Slip anbehalten. Oft sieht man die Frauen in FKK-Clubs auch in ein großes Badetuch gehüllt. Beides rechtfertigt man mit hygienischen Gründen, außerdem brauchen die Frauen insbesondere in der kalten Jahreszeit einen hinreichenden Wärmeschutz. Nicht in allen Clubs, die FKK im Namen führen, findet man tatsächlich auch FKK-Girls. Eine Reihe von Clubs hat das FKK im Namen lediglich als Marketing-Maßnahme gewählt, das einschlägige Assoziationen wecken soll. Wir erinnern uns: eine DIN-Norm, die das verbindlich regelt, gibt es nicht.
Auch in Saunaclubs findet man FKK-Girls
Umgekehrt erleben die Anhänger von FKK-Girls in normalen Saunaclubs oft eine positive Überraschung: In vielen Saunaclubs, die formal keine FKK-Clubs sind, findet man dennoch häufig FKK-Girls, die sich ungeniert nackt im Club aufhalten, sei es, weil sie es generell bevorzugen, sich unverhüllt zu zeigen, sei es, weil sie dem interessierten Publikum ihre üppigen Rundungen präsentieren wollen, oder einfach auch nur, weil sie gerade aus der Dusche oder dem Liebessuite kommen. Die schönsten FKK-Girls kann man also durchaus auch in denjenigen Saunaclubs finden, die keine erklärten FKK-Clubs sind. Und spätestens wenn die Damen in den Liebeszimmern die letzten Hüllen abgestreift haben, erlebt man sie alle nackt.
Was ist ein RTC?
Was ist ein RTC? Ist das ein Qualitätsmerkmal, ein besonderes Genre von Clubs, gar ein Prüfsiegel, vielleicht ein Firmenname oder eine amtliche Bezeichnung, ein Euphemismus oder doch eher ein informeller Ausdruck pejorativen Gepräges?
Im horizontalen Gewerbe hat man sich schon immer einer blumigen Sprache bedient. Im Milieu spricht man selten Klartext, sondern in Metaphern bis hin zur Geheimsprache. Etablierte Gaunersprachen, die je nach Herkunft Rotwelsch, Argot, Clant, Klezmer, Lunfardo oder anders heißen, stammen nicht zuletzt auch aus dem Dunstkreis der Rotlichtviertel. Betreiber, Zuhälter, Huren und Freier kultivieren seit jeher einen gewissen Jargon, geboren aus der Notwendigkeit zu verheimlichen, oft mit spöttischer oder ironischer Konnotation, nicht selten stilbildend. Vor diesem Hintergrund ist auch der Ausdruck Roter-Teppich-Club entstanden. Die Abkürzung dieses Begriffs lautet RTC.
Mit dem Begriff RTC (Roter-Teppich-Club) hat sich im einschlägigen Jargon ein Oberbegriff für bestimmte Clubs mehrerer Betreibergruppen eingebürgert, die sich in ihrer Konzeption sehr ähnlich sind. Namentlich gemeint sind derzeit die Clubs --> FKK Villa Romantica, --> FKK Villa Venus (ex FKK Villa Residenz), --> FKK Villa Arabella, --> FKK Villa Verena (ex Bel Ami), --> FKK Freude 39 (zwischenzeitlich auch FKK Paradiso), --> FKK Grimbergsauna, --> FKK Luderland (ex Pauschalclub Globe), FKK Ludertreff (ex Aplerbeck, ex Mausi & Team, ex FKK Extase) und --> FKK 40 „Aldi“ Dietzenbach die sich durch ein schlicht gehaltenes Wellnessangebot ohne Catering, eine äußerst günstige Preisstruktur mit standardisierten Tarifen und Extras - wenn angeboten - ohne Aufpreis, absolute FKK (außer Club Dietzenbach) und einen minimalistischen Internetauftritt von anderen Saunaclubs abheben. Die Bezeichnung "Roter-Teppich-Club" ist eine Anspielung auf die klischeebehaftete Vergangenheit einiger traditionsreicher Ruhrgebietsclubs, die sich mit ihrem puffigen Plüsch, dem vorherrschenden Gelsenkirchener Barock und teils kitschig-verlottertem Dekor bis hin zum besagten roten Teppich fest in die Erinnerung des Publikums eingegraben haben. Abgesehen von der Grimbergsauna bieten die meisten RTC-Clubs, wenn überhaupt, nur ein sehr bescheidenes Freigelände auf. Eine geographische Sonderposition nimmt der FKK Dietzenbach - auch FKK 40 oder Aldi genannt,- ein, der fernab der anderen Clubs in Dietzenbach bei Frankfurt beheimatet ist.
In jüngerer Vergangenheit waren die RTC bis zur Einführung des deutschen Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) im Jahre 2017 bekannt dafür, dass man dort zu günstigen, standardisierten Tarifen – anfangs zumeist noch mit degressiv gestaffelten Preisen, bei denen man die beabsichtigte Zahl der Buchungen gleich beim Eintritt bezahlen musste - ungeschützten Geschlechtsverkehr, gegebenenfalls auch Analverkehr, vollziehen konnte [im einschlägigen Jargon: Alles Ohne (Kondom) oder AO]; initialer Sex schon in der Clublounge war nicht ungewöhnlich. In den Clubs lagen Sed Cards der anwesenden Frauen aus, auf denen vermerkt war, welche Leistungen eine Frau jeweils anbot. Tabulose Frauen im Eva-Kostüm waren über Jahre hinweg das Markenzeichen der RTC, ansonsten fand man dort standardmäßig nicht mehr als eine schlichte und funktionelle, in allen Clubs nahezu identische Infrastruktur vor: Heißen Kaffee und einen Getränkeautomaten und oft auch einfache Snacks für den kleinen Hunger zur freien Selbstbedienung, etwa ein Dutzend schnörkelloser Zimmer, eine funktionierende Sauna und einen gemütlichen Salon, in dessen von Zigarettenrauch geschwängerter Luft auf verschiedenen Couchs die Anbahnungsgespräche stattfanden. Die günstigen Servicepreise verlockten manche Kunden zur Verärgerung anderer Gäste immer wieder auch zu Dauerbuchungen bestimmter Girls, was den Servicegedanken der Clubs konterkarierte und deshalb von Betreiberseite nach Möglichkeit unterbunden wurde. Heiße FKK-Girls, Spitzenservice inklusive Extras und unschlagbar günstige Preise ohne Nepp und Koberei: Das waren die Merkmale der RTC-Clubs, die damit auch das Maß für alle anderen Saunaclubs im Ruhrgebiet vorgaben. Vor vielen Jahren gab es eine Phase, in der manche RTC nur deutschen oder heimischen Kunden Einlass gewährten, aber das ist schon lange vorbei. Alle RTC-Clubs sind auf www.freierverkehr.com als solche ausgewiesen.
Das Profil der RTC hat sich seit der Einführung des ProstSchG insofern verändert, als das Gesetz Freiern und Prostituierten die Benutzung von Kondomen vorschreibt und den Clubbetreibern verbietet Vorgaben zu Art oder Ausmaß der Erbringung sexueller Dienstleistungen zu machen. Trotzdem erfreuen sich die RTC nach wie vor großer Beliebtheit aufgrund der günstigen Preisstrukturen und immer neuen Happy-Hour-Angeboten sowie der allseits bekannten Servicequalität. Dabei ist ein wenig aus dem Blickwinkel geraten, dass praktisch alle RTC auf eine lange Historie zurückblicken, in deren Anfängen sie sich als luxuriöse Freudenhäuser präsentierten. Als Schlüsselfigur und Pate wird dabei ein sich in ansässigen Nachtlokalen zunächst als DJ verdingender junger Handwerker namens H* B* genannt - auch bekannt als „Hans im Glück“ und wegen seiner schlechten Sehkraft auch häufig als „Der Blinde“ - tituliert, der Anfang der 1980er Jahre zur Ruhrpott-Rotlichtgröße aufsteigt und sich später mit seinen Geschäftspartnern, insbesondere mit N* B* und dessen Partnern, den Brüdern K* und den Brüdern Ö*, überwerfen wird, was ein stetiges Ausbalancieren der Macht- und Besitzverhältnisse im Milieu nach sich zieht. Inwieweit diese Legende ein Märchen erzählt oder einfach nur betriebswirtschaftlich notwendige Entscheidungen überdeckt, ist hier nicht von Belang. Tatsache ist, dass sich im Laufe der Jahre im Ruhrgebiet aus einst als Edelbordell konzipierten Etablissements in unterschiedlicher Betreiberhand diverse Clubs formten, die durch ähnliches Auftreten von sich reden machten. Dabei hat es auch immer Besitzerwechsel, Namensänderungen, Schließungen und Neuerwerbungen gegeben. Folgende Clubs gehören entweder aufgrund von Verkäufen oder Stilllegungen nicht mehr zu dem, was man unter RTC versteht, oder sie sind derzeit nicht aktiv (wohl aber schnell reaktivierbar):
Penelope Saunaclub tabulos Essen
Salome Herne
FKK Alina Dorsten
FKK Annabella Hennef
FKK Airport (ex Haus Chaussee/FKK Euphoria) Holzwickede
Villa Erotika FKK Iserlohn
FKK Ludertreff Dortmund (ex Aplerbeck, ex Mausi, ex FKK Extase)
Spaßbad Club Herne
Freude 38 Bochum
FKK HohensyburgFKK Verona Recklinghausen
La Bouche Lünen
Vitalis Clubs [ehemalige Dachgruppe der Clubs Bel Ami (heute FKK Verena), Grimbergsauna, Villa Arabella, Villa Romantika und Villa Venus]Kommen wir auf unsere eingangs gestellte Frage zurück. Was bedeutet nun schlussendlich RTC? Roter-Teppich-Club. Saunaclubs, gewachsenes Milieu, Bandenkrieg, Ruhrpott, Jargon, Erfolgsmodell und im weiteren Sinne stellvertretend für Begriffe wie FKK, tabuloser Service, Preisbrecher. Kennt man einen RTC, kennt man alle. Man weiß, was man hat. Und man mag, was man weiß. Ein Konzept, das bei den einen Begeisterung weckt und für andere den Gipfel der Geschmacklosigkeit verkörpert. In jedem Fall, so scheint es, bleiben RTC eine feste Größe in der deutschen Clublandschaft.