Aus unserer Redaktion

Das erste Mal im FKK-/Saunaclub: Vorbereitung/Preissystem

2. Vorbereitung:


Egal, ob Du zum ersten Mal oder wiederholt in einen Saunaclub gehst, es empfiehlt sich immer ein gewisses Maß an Vorbereitung. Dazu gehört z.B., sich in den bekannten Foren über die Eigenarten des Clubs zu informieren, vor allem auch über das dort übliche Preissystem. Ggf. auch über die Mädels, welche bieten einen korrekten Service, welche eher nicht? Bei Deinem Erstbesuch wirst Du allerdings die Namen aus den Foren nicht den Mädels vor Ort zuordnen können.
Daher der Tipp: In vielen Foren gibt es einen Meeting Point/Verabredungsecke, in dem man sich mit Gleichgesinnten verabreden kann. Gib ehrlich an, dass Du Neuling bist - oft finden sich dann alte Hasen (Scouts), die im Club gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Völlig out: Mit ausgedruckten Listen im Club herumlaufen und nach bestimmten Mädels fragen. Merke Dir ggf. ein paar Namen (evtl. im Handy speichern) und frage die Thekenfrauen.


Zur Vorbereitung gehört natürlich auch Körperpflege: Fuß- und Fingernägel schneiden, eine ordentliche Rasur, Mundhygiene. Geduscht werden kann im Club, trotzdem sollte man nicht völlig verschwitzt an der Tür klingeln.


 


Das Preissystem in Saunaclubs:


Im Allgemeinen lockte im Rotlichtmilieu seit jeher das schnelle und leicht verdiente Geld für die Betreiber und für die Frauen des horizontalen Gewerbes. Die Preisfindung gegenüber der Kundschaft gestaltete sich dabei unterschiedlich. Während in Eroscentern oder Laufhäusern den Freiern traditionell ein oft minimalistischer, despektierlicher Instant-Service zu tendenziell günstigen Einstiegspreisen mit weiter Aufpreis-Skala geboten wurde, generierte man in Nightclubs mit Schampus-Animationen üppige Umsätze. Nepp und Koberei waren dabei nie weit, als Freier wurde man nicht selten über den Tisch gezogen. Der durchschlagende Erfolg der FKK- und Saunaclubs ist auch auf den Umstand zurückzuführen, dass insbesondere die führenden Clubs ein transparentes und faires System der gegenseitigen Wertschätzung und Preisfindung in ihren Häusern durchsetzten, die den Besuchern eine gewisse Sicherheit darüber gab, was sie für ihr Geld erwarten konnten. Clubbesucher waren keine verachteten Freier, sondern geschätzte Gäste; der ihnen angebotene Service umfasste eine Palette von Basisdienstleistungen, über die nicht extra verhandelt werden musste. Dieses Preissystem hat sich in der Clubszene als sogenannter "Clubstandard" etabliert.


Der Clubstandard besagte, dass innerhalb einer clubseitig festgelegten Zeit für einen bestimmten Preis  - das heißt im Rahmen einer sogenannten Club-Einheit (CE) - insbesondere folgende Serviceleistungen als selbstverständlich inkludiert galten:


- Girlfriendsex (GFE)


- Küssen, Schmusen und Zungenküsse (DFK)


- Französisch ohne Kondom (BBBJ)


- Cunnilingus (DATY)


- Geschlechtsverkehr mit oder auch ohne Kondom in verschiedenen Positionen (BBFS)


Für weitere Praktiken wie Körperbesamung (COB), Gesichtsbesamung (COF), Französisch Total (CIM), Footjob (FJ), Analverkehr (A-level) oder Natursekt (WS) sowie zeitliche Verlängerungen wurden dann je nach Absprache Aufpreise - zusätzliche CE - fällig.


 


Mit der Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) zum 1. Juli 2017 lässt sich in Deutschland dieser Clubstandard offiziell von den Clubs nicht mehr durchsetzen; zum einen ist seitdem der Geschlechtsverkehr (einschließlich des Oralverkehrs) ohne Kondom zwischen Prostituierten und deren Kunden verboten, zum anderen entzieht das Gesetz den Clubbetreibern jegliches Weisungsrecht gegenüber den in den Clubs tätigen Frauen in Bezug auf ihre Serviceleistungen. In deutschen Clubs gilt allerdings auf informeller Ebene ein den neuen Gegebenheiten angepasster Clubstandard als Ehrensache; in den benachbarten Ländern bleibt der Clubstandard bis auf Weiteres unangetastet.


 


 


Teil 1: Terminologie


Teil 2: Vorbereitung/Preissystem


Teil 3: Vor dem Club


Teil 4: Im Club angekommen


Teil 5: Der Aufenthalt im Club


Teil 6: Das Wesentliche - das Zimmer


Teil 7: Abschied